Die Meisenheimer Landfrauen starteten unter der Leitung ihrer Vorsitzenden Petra Gerhardt im April zu einer Exkursion nach Holland und lernten so Land und Leute kennen.

Nach der Ankunft nahe Amsterdam wurde zunächst eine Käserei besichtigt, die den guten Gouda-Käse in allen erdenklich geschmacklichen Veränderungen herstellt. Danach machte die Gruppe Station in einer Holzschuhmacherei, in der die Produktion der traditionellen „Klompen" in allen Größen und Farben zu beobachten war.

Am nächsten Tag war die Hauptstadt der Niederlande, Amsterdam, das Ziel. Die Stadt ist auf Torf gebaut und liegt vier Meter unter NN. Sie ist von Kanälen, den Grachten, durchzogen, die ringförmig die Altstadt umschließen. Ursprünglich waren sie zum Entwässern angelegt, heute werden sie als Wasserstraßen genutzt. Schmale mehrstöckige Giebelhäuser säumen die Grachten, Zeugen aus dem „Goldenen Zeitalter", als der Handel mit Indien und dem Pazifikraum blühte. Die Handelsgüter Gewürze und Seide brachten den holländischen Kaufleuten unermesslichen Reichtum, und Amsterdam wurde damals zur reichsten Stadt der Welt. Die Gruppe genoss die Grachtenfahrt und den Gang durch die lebhafte Stadt mit ihren vielen Fahrrädern. In einer Diamantschleiferei konnten die Teilnehmer den Handwerkern über die Schulter schauen und den millimetergenauen Schliff der Brillanten verfolgen. Edle Steine und kostbare Schmuckstücke gab es in Glasvitrinen anzusehen.

Rotterdam, die zweitgrößte Stadt des Landes, beeindruckte durch seine vielen Hochhäuser. Sie macht ihrem Ruf, die modernste Stadt Europas zu sein, alle Ehre. Dazu passen die futuristischen Kubus-Häuser, auf der Spitze stehende würfelförmige Einzelhäuser. In unmittelbarer Nähe befindet sich die neue Markthalle von 2014. Das neue Wahrzeichen Rotterdams ist die elegant geschwungene Erasmusbrücke. Auf einer ausgedehnten Hafenrundfahrt lernte die Gruppe das riesige Gelände des größten europäischen Hafens, gleichzeitig drittgrößten Hafens der Welt, kennen, ein gigantischer Umschlagplatz für Erdöl, Erze, Holz, Rohtabak und andere Handelswaren.

Nach soviel imposantem Großstadtflair tat der Spaziergang in frischer Seeluft am Strand von Scheveningen richtig gut.

Absolutes Highlight und Endpunkt der Reise war der Besuch des Keukenhofes bei Lisse, der in diesem Jahr sein 65-jähriges Bestehen feiert. Der große Park mit seinen jahrhundertealten Eichen und Buchen hat jährlich nur zwei Monate geöffnet. Er präsentiert von Mitte März bis Mitte Mai ca. 7 Millionen Frühblüher wie Tulpen, Hyazinthen und Narzissen in allen Farben und Variationen – ein Blumenmeer und eine Blütenpracht, die ihres gleichen sucht.

Mit diesen großartigen und vielfältigen Eindrücken traten die Landfrauen ihre Heimreise an.