Die Meisenheimer Landfrauen starteten Ende April unter der Leitung ihrer Vorsitzenden Petra Gerhardt zu einer Reise in die Toskana. Über den Fernpass und den Brenner führte die Anreise zunächst nach Nago-Torbole am schönen Gardasee zur ersten Übernachtung. Palmen und Zypressen vermittelten dort schon ein südliches Flair.

Am nächsten Morgen ging es am Gardasee entlang bis nach Garda. Nach einem Bummel durch die Stadt wurde die Fahrt fortgesetzt, bis am Abend das Reiseziel Poggibonsi im Chianti-Tal erreicht war.

Florenz, die Hauptstadt der Toskana,  war das Ziel des folgenden Tages. Die Führung begann an der Kirche Santa Maria Novella mit der Fassadenverkleidung aus weißem und grünem Marmor.  Daran schloss sich das Baptisterium, früher eine Taufkirche, heute ein Museum, an. Der Dom S. Maria del Fiore ist das drittgrößte Gotteshaus Europas. Die rote Kuppel und der Campanile von Giotto sind die Wahrzeichen der Stadt. Ebenso bekannt ist die Ponte Vecchio, die mit Schmuckläden und Werkstätten bebaute älteste Brücke über den Arno. Auf der belebten Piazza della Signoria sah die Gruppe die berühmte Marmorkopie von Michelangelos David und den Palazzo Vecchio mit seinem 94 m hohen Turm.

Der nächste Ausflug führte durch das Tal der Elsa nach San Gimignano. Wegen der weithin sichtbaren 14 Geschlechtertürme wird es auch das „Manhattan der Toskana“ genannt. Im Mittelalter ragten 72 solcher Wohntürme in den Himmel, sie symbolisierten Macht und Reichtum ihrer Bewohner. Seit 1990 gehört die Kleinstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Am Nachmittag statteten die Landfrauen Monteriggioni, einem kleinen mittelalterlichen Städtchen mit 42 Einwohnern, einen Besuch ab. Es liegt auf einem Bergrücken und ist vollständig von einer Mauer umgeben.  Von dort hatte man einen herrlichen Blick auf die grüne Landschaft mit ihren bewaldeten Hügeln und Tälern.  In diesem  Buschwald, der Macchia, leben unzählige Wildschweine. Auf der Chianti-Straße, die Florenz mit Siena verbindet,  ging es weiter nach Castellina in Chianti.

Der darauffolgende Tag war Siena gewidmet, auf 3 Höhenrücken erbaut. Im Mittelalter kam der Stadt große Bedeutung zuteil, war sie doch die Übernachtungsbrücke auf der alten Frankenstraße von Rom nach Florenz. Dieses mittelalterlich-gotische Aussehen hat sich Siena bewahrt. Durch enge Gässchen, an roten Backsteingebäuden vorbei, gelangte die Gruppe zum Dom Santa Maria Assunta und weiter zu Italiens schönstem Platz, der Piazza del Campo. Dort wird im Sommer der berühmte Palio, der Reiterwettkampf der Contraden, ausgetragen.

Ein weiteres Highlight war am Tag 4 der Besuch auf der Insel Elba. Die Überfahrt von Piombino bis zur Inselhauptstadt Portoferraio dauerte eine Stunde. In Marina di Campo mit dem längsten Sandstrand der Insel am azurblauen Meer sowie in Porto Azzurro wurde Rast eingelegt. Eukalyptusbäume und Kakteen säumten die Straße.

Volterra, die alte Etruskerstadt in 555 m Höhe, empfing die Gruppe mit Kälte und Regen. Auch die Römer hinterließen ihre Spuren in der Stadt des Alabasters. In einer Werkstatt konnten die Teilnehmer einem Schleifer bei der Bearbeitung des mineralischen Gipses zusehen und kunstvolle Figuren käuflich erwerben.

Am letzten Tag der Reise nahm man Abschied von der Toskana mit seinen Olivenhainen, Weinbergen, Zypressen und Schirmpinien. Ein Bummel durch San Gimignano und eine Weinverkostung von rotem und weißem Chianti in einem Weingut in San Donato waren die letzten Unternehmungen.

Nach 2-tägiger Rückfahrt mit Übernachtung in der Nähe des Comer Sees gelangten die Landfrauen nach lehr- und ereignisreichen Tagen wieder wohlbehalten in die Heimat.

Gisela Kehl

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